Ausgesetzte Tiere – Was tun, wenn man eins findet?

Leider kommt es ja immer wieder vor, das verantwortungslose Tierhalter, ihren vierbeinigen Gefährten überdrüssig, diesen einfach aussetzen. Bald fangen die Osterferien an und bis zu den Sommerferien ist es auch nicht mehr allzuweit und genau in dieser Urlaubszeit häufen sich solche Fälle.

Plötzlich merkt man, das Hunde doch keinen Spaß machen bzw. das die paar Euro für die Hundepension das eigene Urlaubsbudget mindestens um ein paar Bierchen schmälert und der arme Hund wird ausgesetzt, oft dabei noch angebunden.

Es gibt Schätzungen des Tierschutzes, das pro Jahr in Deutschland bis zu 70.000 Tiere (Hunde, Katzen…) einfach ausgesetzt, irgendwo angebunden oder sogar aus dem Auto geworfen werden. Das das Aussetzen eines Tieres eine Straftat ist, und nach Paragraph 3 des deutschen Tierschutzgesetzes auch mit einer Strafe von bis zu 25.000 Euro belegt werden kann, stört die gewissenlosen Menschen nicht.

Aber darum geht es hier ja nicht.

Jedem kann es passieren, dass man beim Waldspaziergang oder bei einer Pause auf dem Autobahnrastplatz selbst ein solch armes Tier findet. Ist man sich sicher, dass der Hund ausgesetzt wurde, und nicht der Halter nur mal in den Büschen verschwunden ist, sollte man umgehend das Ordnungsamt oder das zuständige Tierheim informieren. Kennt man die Nummern nicht, weil man zum Beispiel auf der Durchreise ist, kann man auch die Polizei informieren, die dann entsprechend alles in die Wege leitet.

Tierheime sind übrigens verpflichtet, ausgesetzte Tiere aufzunehmen.

Manchmal verliebt man sich ja selbst in so ein bedauernswertes Wesen und möchte es am liebsten selbst adoptieren. Einfach behalten geht aber nicht, man muss dies dann schon mit dem Tierheim klären, ob man den Findling erst einmal als Pflegetier behalten darf. Und natürlich sollte einem klar sein, dass dem Fundtier nicht geholfen ist, wenn man zu unüberlegt beschließt, es einfach zu behalten, nur um nach zwei, drei Wochen festzustellen, dass man es sich vielleicht doch nicht leisten kann, weder zeitlich noch finanziell.

Leider muss man dann sechs Monate warten, ob man ihn auch behalten kann. Denn ein ein Halter hat sechs Monate (nach Fund des Tieres) Zeit, das Tier zurückzuverlangen. Um es vielleicht nur bis zum nächsten Urlaub zu behalten.

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