Arbeitshunde sind keine Schosshunde

Einen unschönen Fall von Hundevernachlässigung gibt es hier eine Straße weiter. Herrchen hat sich einen kleinen süßen Hund zugelegt. Süß ist er ja, klein auch, aber dummerweise heißt es über diese Rasse bei Wikipedia nicht zu unrecht:

Der Jack Russell Terrier ist in erster Linie ein Arbeitsterrier, ein Jagdhund. Er ist ein lebhafter, wachsamer, aktiver Terrier mit durchdringendem, intelligentem Ausdruck, kühn und furchtlos, freundlich mit ruhigem Selbstvertrauen.

Gewollt war aber eigentlich ein Schoßhund. Das der Hund außerdem auch noch aus einer Massenzucht mit vielen verschiedenen Hunderassen kam hat Herrchen auch nicht gestört. Dafür war er ja günstig. Der Züchter selbst war wohl ganz nett, Fragen hat der auch keine großartigen gestellt (zum Beispiel wie viel Zeit man habe, wofür man den Hund wolle etc.). Und so wurde der Jack Russell gekauft wie ein Stück Brot.

Zu leiden hat jetzt das Tier. Ok, es gibt Hunde, die noch schlimmer dran sind, immerhin kommt dieser Hund drei Mal am Tag fünf bis zehn Minuten raus, ab und an sogar mal eine ganze Stunde. Zwar nicht die ganze Zeit spazieren, aber immerhin kann Hund dann Gucken und ein wenig schnüffeln.

Die Bedürfnisse, die der Hund nun mal auch hat, wie Pipi machen und Haufen setzen werden halt im Hof erledigt. Oder auch mal in der Wohnung, wenn Herrchen verschläft und den Hund morgens nicht rechtzeitig raus lässt. Geschimpft wird auch, denn in dem Alter sollte der Hund ja wohl stubenrein sein. Ist er wahrscheinlich auch, nur manchmal ist die Natur eben fordernder.

Was an Zeit fehlt wird mit Leckerchens gut gemacht. Aber was solls, so ein Jack Russell Terrier kann ja auch Rollen statt Laufen.

Warum kauft sich jemand, der keine Zeit hat, einen Arbeitshund???? Mir tut der Hund wirklich leid, auch wenn ich schlimmere Schicksale kenne. Es gibt hier auch Hunde in der Umgebung, die dürfen gar nicht mehr raus.

 

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